Heimatkalender 2018 - Monat Juli

Auf dem Kalenderblatt für Juli stellt sich der Chor "mehrKlang" des GSV Eintracht Baunatal vor. Drei Fotos zeigen den gemischten Chor und die "mehrKlang Kids" bei ihren Auftritten. Der Chor in seiner jetzigen Form besteht seit 2002 und entwickelte sich aus den zwei kleinen Chören "Junger Chor" und dem "Volkschor". Das Repertoire der 35 Aktiven ist breit gefächert und umfasst Werke von Mozart bis zu den Toten Hosen, sowie auch englischsprachige Lieder.

Ein kurzer Rückblick auf die Tradition des Chorgesangs in Großenritte: Im Jahre 1865 gründeten sangesfreudige Bürger den ersten Gesangverein, den "Männerchor Großenritte". Erster Chorleiter war der Gastwirt Wilhelm Umbach. Die Übungsstunden fanden in seinem Lokal im Grünen Weg statt. Ein zweiter bürgerlicher Gesangverein bildete sich 1896 mit dem Namen "Gesangverein Germania" unter der musikalischen Leitung von Lehrer Hahn und dem Vorsitzenden Johannes Stiebich. Vereinslokal war anfangs die Gastwirtschaft Haupt (heute Prinzenquelle). Das Bestehen zweier Gesangvereine hinderte den Arbeiter-Turnverein nicht daran, im Jahre 1911 eine Gesangssparte einzurichten. Die zahlreichen Mitglieder wählten als Vereinslokal die Gastwirtschaft Heinrich Wahl in der Kasseler Straße. Die Gesangsabteilung des Arbeiter-Turnvereins trat ab 1925 mit 60 Aktiven als selbstständiger Arbeiter-Gesangverein auf, wurde aber 1933 von den Nationalsozialisten verboten.

Während des Zweiten Weltkrieges kam die Vereinstätigkeit aller Vereine zum Erliegen. Im Oktober 1945 erlaubte der damalige Militär-Gouverneur die Wiederaufnahme der Gesangsstunden und öffentliche Auftritte. Es entstand der "Volkschor" Großenritte, der sich 1960 als selbstständige Sparte dem TSV "Eintracht" Großenritte anschloss.
(Bearbeitet von Günther Pöpperl und Eberhard Trogisch - Informationen aus dem Stadtarchiv und Stadtmuseum Baunatal, Bearbeitet von Karin Meinken)

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