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Unser Heimatkalender Januar 2017

Kath. Christus-Erloeser-Kirche-Baunatal

Der Verein stellt in diesem Reformationsgedenkjahr die Kirchen in Baunatal vor. Das Kalenderblatt für Januar zeigt die Außen- und Innenansicht der katholischen Christus-Erlöser-Kirche im Stadtzentrum.

Die katholische Kirchengemeinde in Baunatal umfasst heute über 4.500 Mitglieder. Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten nur wenige Katholiken in den Dörfern des Baunatals. Ihre Zahl erhöhte sich 1945 mit dem Zuzug von Heimatvertriebenen und Flüchtlingen aus den Ostgebieten, z.B. aus Schlesien, Sudetenland Ostpreußen und Ungarn. Anfangs schlossen sie sich der katholischen Kirchengemeinde in Kassel-Niederzwehren an. Nach der Stadtgründung Baunatals konnte 1966 / 67 das erste eigene Gotteshaus, die St.-Pius-Kirche, in Großenritte gebaut werden.

Mit der Zunahme der Einwohnerzahl der Stadt Baunatal, vor allem durch den Zuzug von Mitarbeitern des VW-Werkes, stieg die Zahl der katholischen Mitbürger weiter an. Am Baunsberg entstand 1973 das ökumenische Kirchenzentrum mit der kleinen Christus-Erlöser-Kapelle im katholischen Teil. Das Grundstück dieses Kirchenzentrums stellte das VW-Werk als Geschenk zur Verfügung.

Anfang der 1980-er Jahre beschloss die 1974 gegründete selbständige katholische Kirchengemeinde Baunatal die Planung einer neuen, größeren Christus-Erlöser-Kirche mitten im Stadtzentrum. Mit viel Engagement seitens der Gemeindemitglieder und des damaligen Pfarrers Rudolf Atzer sowie Zuwendungen der Stadt Baunatal und Spenden des Bonifatiuswerkes und des Bistums Fulda wurde der Bau nach den Plänen des Kasseler Architekten Josef Bieling errichtet. Am 16. November 1985 fand die feierliche Weihe des Gotteshauses durch den Fuldaer Erzbischof Johannes Dyba statt.

Der Kirchenbau erhielt die Form eines Sechsecks und wurde mit einem Zeltdach versehen. Die Wände sind mit roten holländischen Klinkern verkleidet. Die schmalen zu Gruppen angeordneten Fenster gestaltete der Künstler Alois Plum mit biblischen Motiven in farbiger Bleiverglasung. Nur das Hauptfenster hinter dem Altar zeigt keine biblischen Szenen, sondern will die Botschaft ausdrücken, dass die Welt des menschlichen Alltags mit der Herrlichkeit Gottes verbunden ist. So wird im unteren Fensterbereich in dunklen Farben die Alltagswelt Baunatals dargestellt: Die Hallen des VW-Werkes mit Männern an den Maschienen, darüber die Arbeit in der Natur mit einem Bauern bei der Feldarbeit und dem Bettler, der daran erinnert, dass wir nichts aus uns selber haben, sondern alles von Gott gegeben ist. Im oberen Bereich des Fensters sind in helleren Farben Symbole für die Werte menschlichen Zusammenlebens und der Entwicklung der Christenheit zu erkennen.

Der 38 Meter hohe freistehende Glockenturm enthält vier Glocken und weist im oberen Bereich quadratische Öffnungen auf, die das Glockengeschoss bilden. Auf der Turmspitze befindet sich, weithin sichtbar, ein mächtiges lateinisches, vergoldetes Kreuz. Anfang der 80er begann die Planung der neuen Christus-Erlöser-Kirche mitten im Stadtkern, am Beginn der Fußgängerzone. Mit viel Engagement seitens des Pfarrers, Rudolf Atzert, der Gemeindemitgliedern, großzügiger Spenden, des Bonifatiuswerkes und der Stadt Baunatal, die das Grundstück zur Verfügung stellte und bei den Überlegungen mithalf, wurde am 16. November 1985 das Gotteshaus durch Erzbischof Johannes Dyba feierlich geweiht.
(Bilder von Günther Pöpperl und Informationen aus dem Stadtarchiv und Stadtmuseum Baunatal, Bearbeitet von Karin Meinken)

© 2014 Verein für Heimatgeschichte und Denkmalpflege Baunatal e.V. www.heimatverein-baunatal.de