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Veranstaltung am 16.November 2016

Vortrag Wolf-Arne Pillardy

Thema:

Sophie von Brabant


Sophie von Brabant (auch Sophie von Thüringen, * 30. März 1224 in Thüringen; 29. Mai 1275) war durch Ehe Herzogin von Brabant sowie Stammmutter des Hauses Hessen.

Exakt eine schulische Geschichtsstunde dauerte der Vortrag von Herrn Wolf-Arne Pillardy , Wolfhagen zum Thema " Sophie von Brabant" am Mittwoch , 16.11. im Raum 119 -Rathaus Baunatal vor einer kleinen , aber interessierten Zuhörerschar. Ja , Geschichte war angesagt und wurde kurzweilig dargeboten . Sophie von Brabant , die Tochter der Heiligen Elisabeth lebte in einer Zeit , die von Konflikten zwischen der Kirche und den Herrschenden geprägt war . Sie setzte sich aber durch große Beharrlichkeit und geschickte Verhandlungspolitik durch und erreichte , dass ihr Sohn Heinrich -das Kind- als Heinrich I. erster Landgraf von Hessen wurde . So gilt Sophie von Brabant daher als die Stammmutter der hessischen Landgrafen.

Sophie wurde am 30. März 1224 als zweites Kind der Heiligen Elisabeth und Ludwigs IV., Landgraf von Thüringen, geboren.

Nach dem Tode von Sophies Vater auf einem Kreuzzug 1227 übernahm dessen Bruder, Heinrich Raspe (auch Heinrich Raspe IV. genannt) die Vormundschaft .

Sophie heiratete Heinrich II., Herzog von Brabant.

Sophie stellte 1247 für ihren Sohn Heinrich Ansprüche auf das Erbe ihres Onkels in Hessen und Thüringen und ließ ihren dreijährigen Sohn 1247 auf der Mader Heide bei Gudensberg von zahlreichen hessischen Adeligen und vom Deutschen Orden als rechtmäßigen Erben bestätigen.

1248 starb Sophies Mann Heinrich, der Herzog von Brabant.

Sophie stellte in Marburg am 23. April 1248 den Deutschen Orden unter ihren Schutz und bestätigte ihm alle Schenkungen der Ludowinger. Damit sicherte sich die als Herrin von Thüringen und Hessen urkundende Sophie die Unterstützung des Deutschen Ordens. Sie legte damit den Grundstein für den Übergang der hessischen Besitzungen der Ludowinger in die Hände ihres Sohnes Heinrich, des künftigen ersten hessischen Landgrafen.

Mit Hilfe des Deutschen Ordens, der den Bau der Grabeskirche der Heiligen Elisabeth in Marburg betreute, vertrat Sophie die Ansprüche ihres Sohns in Kassel und Marburg. Da sie vom hessischen Adel umfangreich unterstützt wurde, hatte sie in Hessen eine starke Stellung, die sie als Grundlage für die Durchsetzung ihrer Forderungen in Thüringen nutzte.

1249 versöhnte sich Sophie vorübergehend mit ihrem Cousin Heinrich . Sie übertrug ihm in einem Vertrag am 2. März 1250 die Vormundschaftsregierung für ihren Sohn Heinrich über Wartburg und Hessen für 10 Jahre.

Mit der Hochzeit ihrer Tochter Elisabeth mit Albrecht von Braunschweig, hatte Sophie 1254 einen neuen Verbündeten gewonnen und setzte mit unterstützt von ihrem Schwiegersohn, den thüringisch-hessischen Erbfolgekrieg mit neuen Kriegshandlungen fort.

Sophie und ihre Verbündeten griffen die Wettiner in Thüringen im Frühjahr 1259 erneut militärisch an. Verschiedene Burgen um die Wartburg wurden 1260 zerstört: die Eisenacher Stadtburg, die Frauenburg und Metilstein. Die Orte Creuzburg und Eisenach gingen in den Besitz von Sophie über.

Am 27. Oktober 1263 besiegten die Söhne ihres Cousins Heinrich des Erlauchten, Albrecht und Dietrich, in der Schlacht bei Beesenstedt (im Mansfeldischen bei Wettin) nach 9-stündigem Kampf Albrecht von Braunschweig und nahmen ihn gefangen.

Sophie von Brabant verzichtete nach dieser Niederlage gegen die verbündeten Wettiner 1264 auf ihre Ansprüche in Thüringen.

Ihre Ansprüche in Hessen konnte sie durchsetzen, und ihr Sohn Heinrich wurde 1292 vom Kaiser als Landgraf von Hessen bestätigt und in den Reichsfürstenstand erhoben. Sophie von Brabant starb am 29. Mai 1275 und wurde in der Stiftskirche der Zisterzienserabtei Villers-la-Ville im damaligen Brabant beigesetzt.

© 2014 Verein für Heimatgeschichte und Denkmalpflege Baunatal e.V. www.heimatverein-baunatal.de